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S8 - Bremen-Hemelingen

NLÖ  1990: Klappwehr in Bremen (Land Bremen) mit Schleusenkanal, unterhalb Tideeinfluss, Stromerzeugung ausser Betrieb (abgerissen), starke Uferbefestigungen, unterhalb wird zur Zeit ein neues Weserwehr gebaut.  

 

   

Anmerkung:
Seit 1993 ist das neue Weserwehr errichtet.

Bei einem Besuch am 26.11.02 standen im Unterwasser bei beginnender Flut am Rand der Hauptstömung auf der Seite des Fischaufstieges eine Vielzahl bucklender (head and tailed) Fische vermutlich Salmoniden.
Seit Errichtung der Weserwehre ist der Flunderbestand der einst bis Hameln reichte erloschen. In der fest installierten Fangreuse werden dementsprechend auch keine Flundern festgestellt allerdings zeitweise sehr große Mengen von Flussneunaugen.

Die Aufstiegshilfe ist zwar recht groß aber in Relation zur Breite der Weser an dieser Stelle doch zu klein bemessen. Auch kann die Fangreuse wegen Treibgut nie über längere Zeit eingesetzt werden.
Eine entsprechende Funktionsuntersuchung beauftragt durch das WSA Bremen liegt vor. Der Einstieg hat keinen Bodenschluss. Es fehlten bei der Überprüfung dreistachelige Stichlinge. Der Fischpass wurde als größenselektiv eingestuft. Auch war die Gesamtmenge der vorgefundenen Fische für einen Fluss dieser Breite zu gering.

 

Umsetzung :
An dieser Stelle wird zur Zeit ein neues Kraftwerk gebaut . Obwohl das VDSF Klage-Verfahren noch nicht abgeschlossen ist.
Eine Beteiligung diverser Naturschutzverbände - darunter der Landesfischereiverband Bremen, Weser-Ems und Niedersachsen - wurde durchgeführt 

 

Das Planfeststellungsverfahren beginnt ! Die Wanderfischprojekte des gesamten Wesereinzuges sind hiermit endgültig in Frage gestellt. Siehe Zeitungausschnitt des Delmenhorster Kreisblattes vom 3.2.2007 :  

 

Karte mit freundlicher Genehmigung der FFG Weser http://www.fgg-weser.de/Download-Dateien/ueberpruefung_der_fischpaesse.pdf

Die schwarzen gestrichelten Linien kennzeichnen den derzeitigen Verlauf der Strömung. - Stromstrich am rechten Ufer und ab dem Wehr gleichmäßig über alle Wehrfelder. Mit dem Bau des Kraftwerkes würde die Hauptströmung (220m3/s von 246m3/s MQ im Jahresdurchschnitt) durch das geplante Kraftwerk verlaufen (rote Linie von A bis C) und nur noch 15 m3/s über das Klappenwehr (B) über das derzeit noch die meisten Lachs weiter flussaufwärts ziehen wie viele Fänge belegen. .Der Fischpasseinstieg (D) würde somit an der strömungsärmsten Stelle liegen. Auf dem gegenüberliegenden Ufer soll zwar ein neuer Fischpass entstehen der aber mit nur 1,2-1,5 m3/s beschickt werden soll und dessen Einstieg zu weit (25 Meter) vom Kraftwerksauslauf entfernt liegt so das z.b. Lachse den Einstieg kaum finden werden. Darüber hinaus wird die Saugwirkung des Kraftwerkseinlaufes vielen Fischen das Leben kosten.